ALSACE 3

Wangenbourg-Engenthal, Frankreich

 

 

 

Die einundfünfzigste Woche unserer Reise: Montag, 21. bis Montag, 28. Oktober 2019

 

 

 

Die zurückliegende Woche rauschte dahin wie ein Eisenbahnzug - auf denselben Gleisen wie zuvor, aber mit neuen Haltestellen. In den täglichen Rhythmus, den uns Galeriebetrieb und Proben vorgaben, mischten sich nun Schichtungen, neue Notenwerte und Synkopen:

 

Am Dienstag feierten wir mit Pauken (Tambourin) und Trompeten (Blockflöten) Utas Geburtstag und begossen den Jubeltag am Abend feierlich im Gasthof Kleiber in Saint-Jean bei Saverne. Am Mittwoch nutzten wir die Zeitlücken für Musikproben – jetzt erweitert um diatonische Ziehharmonika und Gitalele. Am Donnerstag speisten wir vorzüglich bei Christiane und Erwin Heyn in Eckartswiller und bewunderten Erwins neueste Arbeiten – Ausdruckskraft und Persönlichkeit dieses ungewöhnlichen Künstlers berühren und ermutigen mich immer wieder aufs Neue (fr.wikipedia.org/wiki/Erwin_Heyn). Am Freitag hießen wir in Engenthal unsere Freundin Heidi aus Murnau, Utas Mutter und Bruder sowie weitere Verwandte willkommen. Sie waren angereist, um Utas Ausstellung und das große Clowns-Spektakel zu erleben, auf das wir so lange hingearbeitet haben. Am nächsten Tag stießen noch unsere Freunde Klaus und Almut aus Stuttgart dazu und vervollständigten die Delegation aus Deutschland. Alle miteinander genossen wir die herbstliche Landschaft, besichtigten in Marmoutier die sensationelle Abteikirche, das Orgelmuseum, unsere Ausstellungen, sammelten Pilze, kochten, feierten und ließen den Tag mit Flammkuchen bei Doris (Chez Thannmühle) in Romanswiller ausklingen. Trotz der durch die vermaledeite Zeitumstellung  „gewonnenen“ Stunde verging der Sonntag wie im Fluge – im Nu war es 15.00 Uhr. Die Vorstellungen im Organum XXI begannen (cip-pointdorgue.fr/organum-xxi) … und das Clown-Spektakel um Magister Pouf und Schnuppe („Deux clowns qui ne manquent pas d’air“/“zwei Clowns, denen die Luft nicht ausgeht“) kam beim Publikum gut an und war ein großer Erfolg – dank Joëlle Kuhne, Uta Strack und Christophe Formery.

 

Die Presse-Resonanz auf unsere Ausstellungen und die Clowns-Auftritte hat uns überwältigt: im krassen Unterschied zu den Gepflogenheiten in unserer Heimat berichteten hier im Alsace mehrere Zeitungen zu allen drei Veranstaltungen Vorankündigungen und Artikel – manche sogar ausführlich und mehrmalig.

 

20 Tage lang haben wir im Alsace/Elsass gelebt und gearbeitet. Morgen werden wir aufbrechen, um nach Albanien weiter zu fahren.